Das Heißwassertauchverfahren ist ein nach den Bio-Richtlinien anerkanntes Verfahren zur Reduzierung von Lagerfäulen bei Äpfeln. Dabei werden die Äpfel nach der Ernte für drei Minuten in ca. 53 °C warmes Wasser getaucht. Das warme Wasser bewirkt, dass die Wachsschicht auf der Fruchtoberfläche verschlossen wird. So können Krankheitserreger nicht so schnell ins Fruchtinnere eindringen.
Bevor das Heißwassertauchverfahren in der Praxis eingesetzt wurde, gab es eingehende wissenschaftliche Untersuchungen des Verfahrens. Dabei wurden natürlich auch die Auswirkungen auf die Früchte umfassend geprüft. Messungen ergaben, dass die Temperatur des Apfels direkt unter der Schale während dieser kurzen Behandlungsdauer nur auf maximal 30°C ansteigt. Zwei Millimeter unter der Schale wird der Apfel nicht wärmer als 20°C. Nach umfangreichen Tests bestätigt das Max-Rubner-Institut (Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel), dass keine negativen sensorischen Einflüsse der Heißwasserbehandlung auf die Früchte ermittelt werden konnten. Der Vitamingehalt sowie das antioxidative Potential bleiben erhalten.
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